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Bayreuther Marktplatz / Haus der Begegnung

Die Situation peripherisierter und stigmatisierter Menschen in Wohngebieten mit besonderem Förderbedarf (vorw. Soziale Brennpunkte) in Ludwigshafen veranlasste Mitarbeitende von Caritas, Diakonie und Ev. Gesamtkirchengemeinde zur Gründung der ÖFG. 2011 wurde die GWA intensiviert, um auch erwachsenen Menschen mehr Unterstützung zukommen zu lassen.

Mitten im Obdachgebiet Bayreuther Straße befindet sich die zentrale Anlaufstelle Bayreuther Str. 91. Hier finden Angebote wie die Kochgruppe, der Gastgarten und die Boule- und die Schachgruppe statt, regelmäßige Teilnehmerzahl 20-40 Personen. Aktuell wird ein Upcycling-Projekt zur gemeinsamen Renovierung von Gebrauchsgegenständen in zwei Containern unweit der Stadtteilzentrums (STZ) angeboten. Im STZ sowie im angrenzenden Hort der ÖFG finden Bewohnerveranstaltungen und Einzelberatungen statt. Kooperationen erfolgen u.a. mit Einrichtungen der Stadt, so der Seniorenberatung.

Das spendenfinanzierte Projekt STREET DOC wendet sich an Menschen ohne ausreichende medizinische Versorung. Es unterhält Destinationen im Hemshof, in der Bayreuther Straße sowie in Mundenheim-West.

Haus der Begegnung (HdB): Gelegen zwischen Neubauten für Geflüchtete und baufälligen Wohnblocks, seit Jahrzehnten für eingewiesene Obdachlose dienlich, wurde das HdB im Juni 2017 als Stützpunkt für Beratung und Nachbarschaftsarbeit gegründet. Kooperation erfolgt mit Einrichtungen der Stadt, aber auch dem Jugendzentrum der ÖFG. Angeboten werden das Café MUH! (eine Art Nachbarschaftstreff), Speedy Gonzales für 0-6jährige, Sozialberatung und weitere nach Bedarf entwickelte Projekte.

Beide Initiativen der Gemeinwesenarbeit finden im Kontext sozialpolitischen Entwicklungen statt. Straßenfeste gibt es regelmäßig.

Sowohl für die Bayreuther Straße als auch für Mundenheim-West ist eine Überführung der von extremer Vernachlässigung gekennzeichneten Gebiete in reguläre, den rechtlichen Bestimmungen der BRD gemäßen Wohnformen intendiert. Wir hegen Hoffnung, dass die "Übergangswohnungen" in fünf Jahren angemessene Wohnungen für Menschen sind, die gesund bleiben oder werden wollen.

Aktivitäten & Angebote

  • Generationenübergreifende Angebote, Angebote für Kinder / Familien
    • Freizeitaktivitäten
    • Hausaufgabenbetreuung
    • Lesepatenschaften
    • Babysitting, Kinderbetreuung
    In den kooperierenden Einrichtungen der ÖFG Emmi-Knauber-Hort, Jugendzentrum, Jugendclub und SLS Abenteuerland finden die aufgeführten Angebote für Kinder seit langem statt. Zudem arbeiten wir auch mit den Amubulanten Erziehungshilfen der ÖFG zusammen. Es wird wird permanent auf akuten Bedarf reagiert, z.B. mit der Einrichtung von Kinderfrühstücken, die teils von Senior/innen begleitet werden.
  • Hilfen/Betreuung im Alter
    • Besuche und Gespräche
    Wie sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner in den genannten Stadtvierteln kommen auch Seniorinnen und Senioren in den Genuss von Beratung und Gespräch. Oftmals kann an spezialisierte Einrichtungen der Stadt delegiert werden. In zahlreichen Fällen wurden seniorengerechte Wohnungen vermittelt.
  • Bildung
    • Job- oder Ausbildungspatenschaften für junge Menschen
    • Computerkurse, PC-Beratung
    • Schulungs- und Bildungsangebote für Senior/innen
    • Leseförderung
    In den o.g. Einrichtungen findet Leseförderung seit Jahrzehnten statt. Seit kurzem wird PC-Beratung und Schulung in Form eines Arbeitslosencafés wieder neu angeboten. Hier nehmen auch Senior/innen teil.
  • GesundheitDas 2013 ins Leben gerufene Kooperationsprojekt STREET DOC wendet sich an alle von medizinischer Unterversorgung Betroffenen. Bislang konnten ca. 2000 Behandlungen durchgeführt werden. "Keiner wird weggeschickt." Seit April 2015 findet auch zahnmedizinische Hilfe für alle statt.
  • Wohnen
    • Bewohner-Café
    • Willkommenskultur für neue Bewohner/innen
    • Gemeinsame Aktivitäten von Bewohner/innen
    • Entwickeln von alternativen Wohnkonzepten
    Seit Jahrzehten engagiert sich die ÖFG politisch sowie durch Praxisangebote vor Ort für die Entwicklung adäquater Wohnformen. Motivation und Aktivierung werden durch Gemeinschaftsangebote wie freizeitpädagogische Maßnahmen (Ausflüge, weitere Angebote s.o.) erzielt. Mit dem HdB mitten in einem Wohnhaus für Geflüchtete wurde eine Einrichtung im Sinne der Willkommenskultur geschaffen. Seit 2011 haben wir vier Bewohnercafés gegründet.
  • Hilfen zur Mobilität
    • Fahrdienste
    Weitere Hilfen: finanzielle Unterstützung bei Nutzung des ÖPNV. Vor allem der seit 1998 tätige Streetworker ist mit hunderten Begleitfahrten für die Bewohnerschaft aktiv. Die meisten vor Ort in gesundheitsgefährdender Umgebung Wohnenden bekommen nicht einmal den Mindestsatz von den Behörden ausgezahlt; für dringende Fälle wird ein Fahrscheinblock vorgehalten.
  • Versorgung
    • Mittagstisch
    Sonstiges: Bewohnercafé, Café MUH!, Kinderfrühstück. So oft wie möglich werden altersgruppenspezifisch Projekte Angeboten, um die Ernährungslage zu verbessern und zu kostengünstigem Selberkochen zu animieren.
  • Beratung
    • Informationen zu Vorsorge und Betreuung
    • Beratung in sozialen Belangen
    • Seniorenberatung
    Seniorenberatung findet in enger Kooperation mit den Senioreninitiativen der Stadtverwaltung Ludwigshafen statt. Alle anderen Formen der Beratung gehören zur den Hauptaufgaben der traditionellen Gemeinwesenarbeit.
  • Begegnung, Gemeinschaft, Verschönerung des Umfelds
    • Treffpunkt, Café
    • Feste wie Straßenfest, Dorffest
    • Gemeinsame Unternehmungen, Ausflüge
    • Gemeinschaftsgarten
    Im engen Kontakt mit der Bewohnerschaft entwickeln wir sukzessive Angebote zur Verbesserung von Kommunikation und Lebensqualität im Stadtteil, z. B. auch Sportangebote.
  • Kleinere und größere Hilfen im Alltag
    • Kleinere handwerkliche Hilfen
    • Hauswirtschaftliche Hilfen
    • Begleitung zum Arzt, Ämtern, bei Spaziergängen etc.
    Ämterbegleitung gehört zu den Kernangeboten der GWA. In der Kochgruppe sowie im Café MUH! kommen die Menschen mehrmals wöchentlich zusammen, äußern ihre Bedürfnisse aktuell und suchen gemeinsam nach Lösungen, begleitet von Hauptamtlichen.